Blog

Lieber Mitarbeiter, bitte opfere Deine Freizeit und zahl es selber!

von Sabine Fritz (Kommentare: 0)

Fortbildungen finden immer häufiger privat finanziert nach Feierabend statt. Mitarbeiter organisieren ihre Weiterbildung in Eigeninitiative, opfern ihre Freizeit und bilden sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit abends und am Wochenende fort. Und: Der Großteil trägt die Kosten selbst.

Diesen Trend zeigt auch die aktuelle Studie des Personaldienstleisters Hays, die das Thema Weiterbildung bei Wissensarbeitern untersuchte:

65 % der Arbeitgeber sind der Auffassung:
Es liegt in der Verantwortung der Mitarbeiter, fortlaufend in die Erweiterung ihrer Kompetenzen zu investieren.

62 % der Arbeitnehmer sind der Auffassung:
Es liegt in meiner Verantwortung als Mitarbeiter, fortlaufend in die Erweiterung meiner Kompetenzen zu investieren.


Einerseits fordern Fachverbände, dass Technische Redakteure ihre Fähigkeiten und Kompetenzen regelmäßig aktualisieren und erweitern, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt langfristig aufrechtzuerhalten. Andererseits ziehen sich immer mehr Unternehmen aus der Verantwortung und deklarieren lebenslanges Lernen zur Privatsache.

 

Die Tekom Branchenkennzahlen für das Jahr 2017 zeigen, dass jeder vierte Redakteur keine Aus- oder Weiterbildung im Bereich der Technischen Kommunikation besitzt. Und 3 von 4 dieser Redakteure auch keine Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich anstreben.

Dies könnte im Rückschluss auch damit zusammenhängen, dass sich nicht jeder eine berufsbegleitende Ausbildung von rund 4.000 € oder einen berufsbegleitenden Master mit rund 12.000 € privat leisten möchte oder kann.


Aus unserer Sicht stehen die Unternehmen sehr wohl in der Pflicht das fachliche Know-how ihrer Mitarbeiter mit entsprechenden Schulungen adequat zu fördern, da sich sonst leicht eine "2-Klassen-Gesellschaft" unter den Mitarbeitern bilden kann.

Für Arbeitnehmer die von ihrem Arbeitgeber keine Unterstützung für die Weiterbildung bekommen, stellt die Stiftung Warentest die sehr empfehlenswerte Plattform Weiterbildungsguide zur Verfügung. Auf dieser kann man sich die individuell auf ihn angepassten Fördermöglichkeiten sowie Bildungsurlaube anzeigen lassen.

 

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben