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Lässt sich Ihre Textqualität objektiv messen?

von Sabine Fritz (Kommentare: 0)

Ja, man kann die Qualität von Texten objektiv messen. Testen Sie Ihren Text mit dem kostenlosen Online-Tool!

Text ist nicht gleich Text und nicht jeder Text wird gern gelesen. Denn was man als Redakteur selbst vielleicht als verständlich geschrieben ansieht, muss noch lange nicht für andere gut lesbar sein.

Wer oder was entscheidet eigentlich, ob ein Text gut lesbar ist oder nicht? Wie kann man das Niveau eines Textes bestimmen? Gibt es überhaupt ein festgelegtes und objektiv messbares Niveau für technische Texte?

Seit Jahren gehen Forscher dieser Frage nach. Sie versuchen auf unterschiedlichste Weise, den Begriff der „Lesbarkeit“ zu definieren. Sie untersuchten zum Beispiel, wie lange Testpersonen benötigen, um einen Text zu  lesen und wie gut sie ihn verstehen. Sprachwissenschaftler haben bis heute über 200 verschiedene Verfahren entwickelt, um die Lesbarkeit von Texten zu bewerten.

Eines dieser Verfahren ist der sogenannte Flesch-Index. Der Flesch-Index bewertet, ob Ihr Text für Ihre Zielgruppe gut lesbar ist.  

Der Flesch-Index eines Textes ergibt sich aus der durchschnittlichen Silbenzahl pro Wort sowie der durchschnittlichen Satzlänge. Das Verfahren bewertet Ihren Text auf einer Skala von 0 -100. Je höher die Bewertung, desto leichter verständlich ist das Dokument.

Flesch-Index über 75:

Das Niveau wird von einem durchschnittlichen 11-jährigen Schüler verstanden. Texte mit dieser Bewertung sind sehr leicht zu lesen. Textsorten wie Comics und Werbeslogans erreichen diese Bewertung. Erhalten Versicherungs- oder Finanztexte diese Bewertung ist dies eher ein schlechtes Zeichen, da hier komplexe Botschaften auf simple Schlüsselwörter reduziert werden.

Flesch-Index zwischen 40 und 75:

Das Niveau wird normalerweise von einem 13 – 15 jährigen Schüler verstanden. Wer die Schule erfolgreich absolviert hat, liest diese Texte problemlos. Gut verständliche Technische Dokumentationen weisen einen Flesch-Index in diesem Bereich auf.  

Flesch-Index unter 40:

Diese Grenze sollte in der Technischen Dokumentation nicht unterschritten werden. Diese Bewertung erhalten beispielsweise Verträge, akademische Fachartikel und Geschäftsbedingungen. Doktorarbeiten, Juristendeutsch und Thomas-Mann Texte sinken mit ihren Werten teilweise bis unter den Nullpunkt.

 

Dieses Verfahren wird jedoch nicht nur für die Technische Dokumentation eingesetzt. Texte aus dem Marketing bis hin zu politischen Texten werden hiermit bewertet.

Eine Studie der Uni Köln untersuchte mit dem Flesch-Index die Bundestagswahlprogramme 2017. Fazit: viele Parteien haben ein sprachliches Niveau eingesetzt, das nicht zu der jeweiligen Zielgruppe passt.

 

 

Testen Sie Ihren Text mit dem kostenlosen Online-Tool:

Flesch-Index berechnen

 

 

 

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