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Der Technische Redakteur als Trainer für Schreibroboter?

von Sabine Fritz (Kommentare: 0)

Der Einsatz von Schreibrobotern zielt darauf ab, schnell und günstig Bedienungsanleitungen in Redaktionsqualität zu verfassen.

Und schon kommt die Frage auf: Wird der Technische Redakteur zum Trainer seines Roboterkollegen?

Betrachtet man die Arbeitsweise von Schreibrobotern, so handelt es sich in den meisten Fällen um eine Textgenerierung aus Datenbanken. Der Schreibroboter ist darauf angewiesen, dass die Informationen, aus denen er automatisch Text generieren soll, als formale, strukturierte und computerlinguistisch verarbeitbare Informationen vorliegen.

Ganz nach dem Prinzip „Müll rein, Müll raus“ bedeutet dies: Nur aus qualitativ hochwertigen Datensätzen und Artikeldaten können auf Knopfdruck Texte generiert werden. Dies bedeutet wiederum, dass die Notwendigkeit einer konsistenten, qualitativen Terminologie in Unternehmen eine immer größere Rolle einnimmt.

Schreibroboter füllen jedoch nicht nur vorgefertigte Lückentexte aus, sondern generieren ganze Sätze nach Abgleich mit den vorhandenen Informationen. Dabei sucht der Schreibroboter mit Hilfe von Schlüsselbegriffen (somit Terminologie) nach passenden Datenquellen.

Der Einsatz von Schreibrobotern basiert daher auf dem Einsatz qualitativer Terminologie in den vorhandenen Daten. Somit können Technische Redakteure ihren Roboterkollegen dadurch trainieren, dass sie diese qualitativen Daten bereitstellen.

Dies bedeutet im Rückschluss, dass der Technische Redakteur zukünftig mehr Zeit für qualitative Arbeit haben wird und Routinearbeiten von seinem Roboterkollegen erledigt werden.

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