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Bizarrer Produktrückruf durch fehlerhafte Gebrauchsanweisung

von Julia Bischoff (Kommentare: 0)

Das Produktsicherheitsgesetz sowie die EU-Gesetzgebung regeln die Grundlagen für Rückrufaktionen.

Kein Produkt darf "bei beistimmungsgemäßer oder vorhersehbarer Verwendung die Sicherheit und Gesundheit von Personen" gefährden.

So steht es im Produktsicherheitsgesetz. Zahlreiche Normen, andere technische Spezifikationen, Verordnungen, Richtlinien und Gesetze regeln die Details.

Fehlerhafte Produkte sind schlecht fürs Image und verursachen immense Kosten. Der Imageschaden, der durch Produktrückrufe entstehen kann, ist häufig wesentlich schmerzhafter für das Unternehmen als der materielle Schaden.

 

Schmerzhaft hätte es auch für die Benutzer eines Faschingsartikels werden können

Wer beim Fasching richtig auffallen wollte, konnte mit ein Gebiss mit hässlichen und schrägen Zähnen punkten. Leider musste das Produkt von der Schweizer Warenhauskette Manor zurückgerufen werden. Schuld hierfür war die fehlerhafte Gebrauchsanweisung, die in der Folge zu unsachgemäßem Gebrauch führen konnte.

Unsachgemäßer Gebrauch kann beispielsweise durch nicht ausreichende oder fehlende Warnungen, fehlerhafte Terminologie, falsche Anweisungen usw. entstehen.

Es ist möglich, dass das Produkt bei Anwendung zu lange aushärtet und sich nicht mehr entfernen lässt.

Kaum auszudenken, wenn man nach einer durchfeierten Faschingsfete nicht nur mit einem Kater aufwacht, sondern der Alptraum dann erst richtig losgeht. Nur weil sich ein simples Accessoire nicht mehr entfernen lässt.

Rückruf Faschingsgebiss wegen fehlerhafter Anleitung
Quelle: https://www.produktwarnung.eu/2016/01/22/rueckruf-manor-ruft-fasnachtsartikel-gebiss-korn-pone-rottin-teeth-zurueck/1510

 

Mit einer Rückrufaktion befreit sich der Hersteller jedoch nicht von der Haftung

Nur wenn es ihm im Einzelfall gelingt, ein Verschulden des Betroffenen nachzuweisen, kommt er an Schadensersatzforderungen ganz oder teilweise vorbei.

Bekannt gemacht werden Rückrufaktionen in den Medien und im Internet. Mit einer Produktwarnung verringert das Unternehmen zwar sein Risiko. Meistens erreichen Rückrufaktionen aber nur ein Fünftel der betroffenen Kunden.

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