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Auf dem Vormarsch: die Lieferantendokumentation

von Sabine Fritz (Kommentare: 0)

Vergleicht man die Stellenanzeigen aus dem letzten Jahr mit den Aktuellen, so ist die geforderte Kenntnis hinsichtlich der Lieferantendokumentation deutlich angestiegen. Dies erfordert vom Redakteur ein geballtes Know-how.

Gleichzeitig treffen wir vermehrt auf Unternehmen, die dieses Thema sträflich vernachlässigen und die Lieferantendokumentation bedenkenlos im Original dem "risikobehafteten" Produkt beifügen. Fehler in der Umsetzung können hier sehr schnell zu Haftungsrisiken führen.

Anforderung Lieferantendokumentation in Stellenanzeigen

 

Dass sich die Lieferantendokumentation auf dem Wunschzettel der Unternehmen immer weiter nach oben schiebt, lässt sich mit folgender aktuellen Entwicklung erklären: durch Industrie 4.0 bauen Unternehmen vermehrt ihre Fertigungstiefe ab. Oder einfacher ausgedrückt: Es wird nicht mehr alles selbst produziert, sondern Teile vermehrt von Zulieferern erworben. Inklusive erwähnter Lieferantendokumentation.

 

Was bedeutet dies nun für den Bewerber?


Er muss sich mit den einschlägigen Gesetzen und Normen auskennen, welche die Lieferantendokumentation regeln. Und auf Basis dessen die Entscheidung treffen, wie hoch der Grad der geforderten Integration in seinem spezifischen Fall ist.
Kann, sollte oder muss die Lieferantendokumentation in die eigene Gesamtdokumentation integriert werden, um das Haftungsrisiko zu minimieren?

Hinzu kommt das geforderte Wissen hinsichtlich der erforderlichen Eingangskontrolle sowie der vertraglichen Vereinbarungen mit dem jeweiligen Zulieferer – wer liefert was? Welche Regelungen müssen bezüglich Terminologie und Übersetzung getroffen werden?
Hier spielt die sprachliche Qualität der Zulieferdokumentation für den Redakteur eine entscheidende Rolle. Denn je nach Grad der Integration muss er die Dokumentationen aneinander anpassen.

Und wie steht es mit dem Urheberrecht der vom Kollegen verfassen Dokumentation? Darf diese einfach so in die eigene Dokumentation übernommen werden?

Organisatorisch muss der Redakteur zudem wissen, wie er die Menge an Einzeldokumenten der unterschiedlichen Zulieferer sowie deren Updates effizient verwaltet – und dies zusätzlich zu seiner eigenen Dokumentation.

Ganz schön viel, was hinter dieser Anforderung alles steckt. Dem kann ein Bewerber nur mit einer guten Aus- und Weiterbildung gerecht werden.

 

 

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