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Aber bitte mit spezialisierten Software-Kenntnissen!

von Julia Bischoff (Kommentare: 0)

Aktuelle Stellenanzeigen zeigen: eine Karriere als Technischer Redakteur ist ohne einschlägige Software-Kenntnisse kaum noch vorstellbar. Die Zeiten, in denen der Bewerber mit guten Kenntnissen in Microsoft Word, PowerPoint und Excel noch punkten konnte sind vorbei. Potenzielle Redakteure, die über simple EDV-Kenntnisse nicht hinauskommen haben kaum noch Chancen.

 

Software-Kompetenzen stehen immer mehr im Fokus

Dies zeigt sich auf den aktuellen Wunschzetteln der Unternehmen. Zu den Software-Kenntnissen gehören vor allem Redaktionssysteme aber auch Terminologiedatenbanken und Übersetzungsprogramme. Auf den Wunschlisten werden die Namen von einigen der inzwischen unzähligen Programme aneinandergereiht: Adobe Photoshop, Illustrator, corelDraw, InDesign, SolidWorks, SAP. Häufig tauchen auch Kürzel wie CMS, CSS, Dita, iiRDS, DTD, XML, HTML und XSLT auf.

Vergleicht man den Anteil der geforderten Software-Kenntnisse mit den restlichen Anforderungen, so zeigt sich folgendes Bild:

 

Vergleicht man aktuelle Stellenanzeigen mit denen aus dem Jahr 2017, so sind viele der geforderten Software-Kompetenzen (zum Teil deutlich) angestiegen.

Somit steigern einschlägige Software-Kompetenzen den Marktwert des Bewerbers beträchtlich.

 

Doch damit nicht genug

Es werden immer spezifischere Kombinationen an Software-Kenntnissen gefordert. Und diese möglichst erworben durch einschlägige oder mehrjährige Berufserfahrung.

Die Unternehmen suchen natürlich die Wunschkandidaten mit für sie maßgeschneiderten Vorkenntnissen. In solchen Fällen sollte der Bewerber die relevanten Erfahrungen für genau die genannte spezifische Software vorlegen können. Hiermit verfolgen die jeweiligen Arbeitgeber das Ziel, dass die Einarbeitung des neuen Redakteurs schnell über die Bühne geht und der Neuling im Idealfall zusätzliches Know-how und einschlägige Kontakte mitbringt, von denen das Unternehmen profitieren kann.

Geforderte Spezialkenntnisse werden dem Bewerber daher immer häufiger zum Verhängnis

So wird das Finden eines Jobs für Redakteure trotz qualitativer Ausbildung eine Art Lottospiel. Welche Kombinationen gefordert werden, ist nicht voraussagbar. Eine Grundausbildung ist jedoch schon lange keine Garantie mehr.

 

 

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